Happy End für Cayo (ehem. Gofres) und Rufus (ehem. Ragnar)…

Cayo Rufus VSB 03022022

 

Gof­res war zusam­men mit sei­nem Bru­der ganz allein unter­wegs, als unse­re spa­ni­schen Tier­schutz­kol­le­gen sie damals auf einem Wald­weg gefun­den haben. Die bei­den Wel­pen waren völ­lig abge­ma­gert und die klei­nen Kör­per mit Wun­den über­sät. Wahr­schein­lich wur­den sie als uner­wünsch­ter Nach­wuchs ein­fach aus­ge­setzt und ihrem Schick­sal über­las­sen. Und es war schon ziem­lich knapp, die bei­den hät­ten kaum län­ger durch­hal­ten können.

Rag­nar wur­de von einer frei­wil­li­gen Hel­fe­rin unse­rer spa­ni­schen Kol­le­gen an einer Stra­ße ent­deckt. Er war nicht scheu und ließ sich nach kur­zer Zeit einfangen.

Gof­res (heu­te Cayo) kam im Mai 2020 nach Deutsch­land, Rag­nar (heu­te Rufus) im Dezem­ber 2021.

Die Fami­lie der bei­den hat uns eine Hap­py-End-Geschich­te geschickt, die wir ger­ne tei­len möchten:

Irgend­je­mand hat mal über Poden­cos gesagt, dass sie eine fas­zi­nie­ren­de Mischung aus Hund, Kat­ze und Phi­lo­soph sind. Sie sind unglaub­li­che tol­le, ein­fühl­sa­me und auf­merk­sa­me Beglei­ter, die die Frei­heit im Her­zen tra­gen und eine Art natür­li­che Abwehr gegen­über unlo­gi­schem Men­schen­ver­hal­ten haben. 

Dank Hun­de­pfo­ten in Not e.V. – und vor allem Dank Anni­ka Rink – habe ich in Cayo (ehe­mals Gof­res) und Rufus (ehe­mals Rag­nar) zwei Mal hin­ter­ein­an­der einen Sech­ser im Lot­to mit Zusatz­zahl in der Poden­co­lo­t­te­rie gezogen.

Cayo kam als neu­er Dritt­hund zu mei­nen bei­den Hun­de­se­nio­ren. Es brauch­te also einen Hund, der zwar „Leben in die Bude“ bringt, aber nicht den Zustand der tota­len Anar­chie aus­löst. Anni­ka such­te Cayo aus und schlug damit als Lot­to­fee das ers­te Mal zu. Klar stellt man sich bei einem zehn Mona­te alten Poden­corü­den aus einer Auf­fang­sta­ti­on erst­mal auf sämt­li­che Kata­stro­phen ein. Und ja, man bekommt im ers­ten Moment ein Überraschungspaket.

Im Paket Cayo befand sich ein gro­ßes, dün­nes, leicht toll­pat­schi­ges und anfangs durch­aus stark ver­un­si­cher­tes Hun­de­kind, in des­sen Brust zwei Her­zen schla­gen. Das Herz eines toll­küh­nen spa­ni­schen Machos und das eines sehr schüch­ter­nen, fast zer­brech­li­chen Jun­gen. Alles in allem für Poden­co­ver­hält­nis­se aber ein wahn­sin­nig koope­ra­ti­ver Stre­ber. Sei­ne Lebens­freu­de ist der­ma­ßen anste­ckend, dass man selbst an rich­tig mie­sen Tagen regel­recht mit­ge­ris­sen wird.

Und irgend­wann reif­te der Ent­schluss, dass Cayo einen gleich­alt­ri­gen Hun­de­kum­pel bekom­men sollte.

Lot­to­fee Anni­ka zau­ber­te dann Rufus aus ihrem Hut. Wie­der ein zehn Mona­te altes Poden­corü­den-Über­ra­schungs­pa­ket. Rufus ist eher der unauf­fäl­li­ge Kum­pel­typ. Er fin­det sich selbst unglaub­lich gut, muss das aber nicht dau­ernd zur Schau stel­len. Rufus ist durch und durch Frei­geist und Phi­lo­soph. Wil­lens­stark und selbst­si­cher, aber dabei immer fröh­lich und nett. Er ist die per­fek­te Ergän­zung zu Cayo.

Von all den Hun­den, die bis­her bei mir gelebt haben, hat sich kei­ner schon nach ein paar Stun­den so selbst­ver­ständ­lich in das Gesamt­ge­fü­ge inte­griert wie Rufus. Er fin­det nichts an mei­nem All­tag komisch oder gru­se­lig, er muss­te sich kein biss­chen an irgend­wel­che Abläu­fe gewöh­nen. Er nimmt ein­fach hin und macht mit.

Mei­ne zwei Hun­de­pfo­ten-Jungs sind durch und durch zwei abso­lu­te Glücks­grif­fe und ich freue mich auf die vie­len, kom­men­den Aben­teu­er, die wir gemein­sam erle­ben werden!



Wir wün­schen den bei­den und ihrer Fami­lie eine tol­le Zeit zusammen. 

Euer Team von Hun­de­pfo­ten in Not e. V.