Pflegestelleninformation

Sie möchten einen Hund in Pflege nehmen?

Pflegestelle, wie geht das ?

Als gemeinnütziger Verein haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Missbrauch, Quälerei, Misshandlungen und Tötungen von Hunden zu verhindern und zu bekämpfen und in unserer Vereinssatzung festgeschrieben. Um dieses Ziel zu erreichen, initiieren wir u. a. folgende Maßnahmen:

  • Zusammenarbeit und Unterstützungen von Tierschützern, Tierschutzvereinen und Tierheimen
  • fachliche, materielle und finanzielle Unterstützung der Tierschützer und Tierheime bei der Tierschutzarbeit von Hunden vor Ort
  • Durchführung und Unterstützung von Kastrationsprogrammen von Hunden vor Ort
  • Befreiung von Hunden aus sogenannten Tötungsstationen, Tierheimen und schlechter Haltung
  • Vermittlung von Hunden nach Deutschland

Derzeit unterhalten wir in Deutschland keine eigene Auffangstation für unsere Hunde und möchten sie natürlich am liebsten sofort in ein endgültiges Zuhause vermitteln. Das gelingt jedoch nicht immer und so arbeiten wir mit privaten Pflegestellen zusammen. Das bedeutet, dass Privatpersonen unsere Hunde solange bei sich aufnehmen, bis sie endgültig vermittelt werden können.

Aber was bedeutet es eigentlich, einen Pflegehund bei sich aufzunehmen?

Die Hunde aus dem Süden kommen zumeist aus sehr schlechten Verhältnissen. Erwarten Sie daher bitte keinen perfekten Hund ! Aller Anfang ist schwer, auch für einen Vierbeiner. Nicht selten haben die Hunde beinahe ihr ganzes Leben hinter Gittern verbracht und kennen die „Welt da draußen“ nicht. Selbst wenn sie vielleicht irgendwann einmal in einer Familie gelebt haben, so geschah das zumeist zu völlig anderen Bedingungen als es hier der Fall wäre. Auch die Hunde, die von Jägern kommen, haben wenig Erfahrung mit einem Leben außerhalb ihres Zwingers…oft wurden sie einfach „ausgemustert“ und ausgesetzt und mussten versuchten, sich auf der Straße durchzuschlagen…

Cap und Capper wurden allein an einer Autobahn gefunden und in ein spanisches Tierheim gebracht. Unsere Tierschutzkollegen vor Ort baten uns um Hilfe und mittlerweile haben beide Hunde ein neues Zuhause gefunden.

Bei den häufig negativen Erfahrungen, die diese Hunde mit uns Menschen gemacht haben, gibt es trotzdem viele Hunde, die die Hoffnung nicht aufgegeben haben und offen und freundlich auf uns Menschen zugehen. Aber es gibt auch die anderen, bei denen das Vertrauen zum Menschen erst langsam aufgebaut werden muss. Dies geschieht nicht von heute auf morgen, hier ist oft Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt.

Die wenigsten Hunde sind von Anfang an stubenrein, wenn sie aus dem Tierheim kommen. Viele durften nie eine Wohnung von innen sehen. Eine Pfütze oder ein Häufchen auf dem Teppich, angeknabberte Möbel etc. können durchaus mal vorkommen und sollten Sie nicht aus der Fassung bringen. Ebenso können Verdauungsprobleme durch die Futterumstellung auftreten.

Ein Tier in Pflege zu nehmen bedeutet genauso viel Verantwortung, wie ein Eigenes zu betreuen. Unsere Hunde haben die gleichen Ansprüche an Auslauf, Futter, tierärztliche Versorgung, Pflege und Beschäftigung wie jedes Tier.

Wir übernehmen die Kosten für Transport, Medikamente und Tierarztbesuche, alle anderen Ausgaben, z. B. Futterkosten werden von unseren Pflegestellen in der Regel selber getragen. Selbstverständlich sind unsere Pflegehunde über den Verein haftpflichtversichert.

Folgendes sollten Sie zusätzlich beachten:
  • Verfügen Sie über genügend Zeit, die sie mit dem Hund verbringen können ?Ist der Vermieter mit der Haltung eines Hundes einverstanden ?
  • Sind die Nachbarn Tierfreunde und verzeihen auch einmal Hundehaufen im Garten oder Gebell ?
  • Sind noch andere Tiere im Haushalt, die mit dem neuen Mitbewohner keine Probleme haben werden ?
  • Sind Sie bereit, den Hund so lange zu behalten, bis er endgültig vermittelt ist, auch wenn es sich um eine längere Zeit handelt ?

Die zuletzt genannte Punkte gelten selbstverständlich auch für die Adoption eines Hundes und sollten immer vorher bedacht werden !

Wenn Sie sich vorstellen können, einem Hund in Not zu helfen, in dem Sie ihm bis zur endgültigen Vermittlung ein vorübergehendes Zuhause bieten, dann melden Sie sich bitte unter der in der Vermittlungsanzeige des jeweiligen Hundes genannten Kontaktadresse oder an info@hundepfoten-in-not.de.
Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gern.

Nach oben scrollen