Pino lacht vor Freude über sein neues Zuhause…

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… und die­se Freu­de ist anste­ckend. Wir freu­en uns so sehr für den groß­ar­ti­gen Kämp­fer. Sel­ten haben wir einen so lebens­be­ja­hen­den Hund im Roll­wa­gen erlebt. Er hat­te sich schnell dar­an gewöhnt und ist damit ziem­lich flott unter­wegs, wie das Video zeigt.

Und das ist Pinos Geschichte:

Pino ist 2018 gebo­ren und war im bes­ten Jagd­hund­al­ter, als sein 3. Jäger ihn über­nahm. Das ist in Ita­li­en nicht unge­wöhn­lich, Jagd­hun­de haben kei­nen Fami­li­en­an­schluss, leben meist in Zwin­gern oder Ver­schlä­gen etwas außer­halb und wer­den ger­ne auch unter den Jägern getauscht. Für Pino änder­te sich bei jedem Besit­zer­wech­sel also nicht viel, er zog halt in einen ande­ren Zwin­ger um und sah sei­nen Besit­zer nur zur Jagdsaison.

Die­ses Mal war es auch nicht anders. Der neue Besit­zer ließ Pino auf einem Feld frei. Der Jagd­hund tat, was von ihm erwar­tet wur­de und lief einem Vogel hin­ter­her. Als der Jäger den Hund aus den Augen ver­lor, stieg er ins Auto um ihn zu suchen - und über­fuhr dabei sei­nen eige­nen Hund! Er hat­te Pino nicht gese­hen und schon war’ s pas­siert. Das war aber nicht das ein­zi­ge Dilem­ma. Zwar brach­te der Jäger Pino noch zum Tier­arzt und ließ ihn rönt­gen, wei­te­re not­wen­di­ge Unter­su­chun­gen lehn­te er jedoch ab. Das Rönt­gen­bild zeig­te einen ver­scho­be­nen Wir­bel, aber ohne wei­te­re Unter­su­chun­gen konn­te der Tier­arzt dem Hund nicht helfen. 

Der Jäger setz­te Pino ein­fach wie­der in den Zwin­ger, gab ihm Kor­ti­son und unter­nahm zunächst nichts wei­ter. Schließ­lich nahm er Kon­takt zu unse­ren Tier­schutz­kol­le­gen auf und über­ließ ihnen Pino. Auch das ist Nor­ma­li­tät für ita­lie­ni­sche Jagd­hun­de, wenn sie nicht mehr zur Jagd tau­gen, wer­den sie halt “ent­sorgt”. Wenigs­tens ließ er Pino nicht in sei­nem Zwin­ger lie­gen oder lud ihn in einem Groß­tier­heim ab. Dort wäre der ver­letz­te Hund qual­voll gestor­ben, denn er konn­te nicht mehr laufen…

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Unse­re Tier­schutz­kol­le­gen haben Pino wei­ter unter­su­chen las­sen. Es gibt eine Chan­ce, dass Pino nach einer Ope­ra­ti­on und lang­wie­ri­ger Reha wie­der lau­fen kann… und auch wenn sie gering ist, woll­ten die ita­lie­ni­schen Tier­schüt­zer sie doch nut­zen. Pino wur­de Ende Sep­tem­ber 2021 ope­riert, dabei wur­den die Wir­bel durch eine Metall­plat­te gestützt. Er muss­te eini­ge Zeit in der Kli­nik blei­benund zog danach in eine Pen­si­on, die sich auf der­ar­ti­ge Reha­maß­nah­men bei Hun­den spe­zia­li­siert hat. Den Roll­wa­gen spen­de­te der Schwei­zer Tier­schutz­ver­ein Tier­hil­fe Lucy.

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Und dann geschah, was wir uns für Pino am meis­ten gewünscht haben, er fand ein neu­es Zuhau­se! Wir hof­fen, dass die Nach­be­hand­lun­gen erfolg­reich ver­lau­fen und Pino eines Tages wie­der aus eige­ner Kraft lau­fen kann und kei­nen Roll­wa­gen mehr braucht. 

Mach’s gut, du gro­ßer Kämp­fer und behal­te vor allem dei­ne Lebensfreude.