Gervaso geht es jetzt richtig gut!

gervasio

Erin­nert sich noch jemand an Ger­va­so, den etwas schüch­tern wir­ken­den Ita­lie­ner? Das war der Text sei­ner Ver­mitt­lungs­an­zei­ge von 2020:


Trau­ri­ger als unser Ger­va­so kann ein Hund kaum aus­se­hen. Der arme Kerl muss­te sei­ne Pfle­ge­stel­le ver­las­sen und in einen Pen­si­ons­zwin­ger umzie­hen. Wir sind sehr trau­rig über die­se Ent­wick­lung und suchen drin­gend ein Plätz­chen für den jun­gen Hund - ger­ne zunächst als Pflegehund.

Ger­va­so gehör­te zu einem Wurf von 10 Wel­pen, die lei­der in einem ita­lie­ni­schen Tier­heim, einem sog. “Cani­le”, gelan­det waren. Die Über­le­bens­chan­cen von Wel­pen sind dort eher gering und so küm­mer­ten sich ita­lie­ni­sche Tier­schüt­zer um die klei­ne Ban­de und hol­ten sie aus dem Canile.

Für 8 Wel­pen konn­te ein neu­es Zuhau­se gefun­den wer­den, für Ger­va­so und sei­ne Schwes­ter lei­der nicht. Bei­de lei­den unter einem Ellen­bo­gen­hy­grom, das eigent­lich recht ein­fach zu behan­deln ist, aber dazu müss­ten sie ein Päp­pel­plätz­chen fin­den. Vor allem brau­chen sie einen wei­chen Schlaf- und Lie­ge­platz, denn in einem frü­hen Sta­di­um könn­te sich das Hygrom ohne ope­ra­ti­ven Ein­griff zurück bilden.

Lei­der konn­te Ger­va­so nur vor­über­ge­hend in der ita­lie­ni­schen Pfle­ge­stel­le blei­ben. Für den jun­gen Hund ist das nicht so ein­fach, sich in der Pen­si­on zurecht zu fin­den, denn er ver­misst sehr die mensch­li­che Nähe und Zuwen­dung. Auch ein wei­cher Lie­ge­platz ist nun nicht mehr garan­tiert und so suchen wir ganz drin­gend eine Blei­be für Gervaso.


Ger­va­so war eigent­lich ein ganz nor­ma­ler Wel­pe bzw. Jung­hund, der ger­ne ein­fach nur Spaß am Leben gehabt hät­te… ein Tier­heim ist dafür aller­dings ein schlech­ter Ort.

Wir haben uns sehr gefreut, als sie dann kam, die­se eine Anfra­ge, die viel­leicht die rich­ti­ge sein könn­te… und sie war es. Ger­va­so zog im Novem­ber 2020 in sein neu­es Zuhau­se und bekam auch gleich einen neu­en Namen. Aus Ger­va­so wur­de Hen­ry und der star­te­te mit Voll­gas in sein neu­es Leben.

Sein Frau­chen hat uns ein Foto und ein Video geschickt. Man kann gut erken­nen, dass die Hygro­me, die ihm ohne­hin kei­ne Pro­ble­me berei­te­ten, an einer Sei­te bereits fast ganz ver­schwun­den sind … und auch an der ande­ren Sei­te wird’s lang­sam weni­ger. So lau­te­te damals die Pro­gno­se der behan­deln­den Tier­ärz­te und wir freu­en uns für Hen­ry, dass es ihm so gut geht.

Wir den­ken, ohne die Hygro­me hät­te Hen­ry viel frü­her ein neu­es Zuhau­se gefun­den, aber der eher opti­sche Makel hat trotz posi­ti­ver Pro­gno­se lei­der doch abge­schreckt. Aber, so hat er sein abso­lu­tes Traum­zu­hau­se gefun­den und wir wün­schen Hen­ry und sei­ner Fami­lie eine sehr lan­ge, wun­der­schö­ne Zeit miteinander.