Bitte geht sanft mit mir um, ich habe Angst…

Selvi-1BB
…das und noch einiges mehr sagt uns der Blick der Hündin Selvaggia, deren Foto wir als Titelbild ausgewählt haben.

Die Hun­de, die wir Ihnen hier vor­stel­len, leben teil­wei­se mitt­ler­wei­le in Pfle­ge­stel­len in Deutsch­land. Sie haben alle ein ver­gleich­ba­res Schick­sal und leb­ten frü­her auf der Stra­ße. Ob sie jemals ein zuhau­se hat­ten? Ob man sie ein­fach aus­ge­setzt hat, weil sie uner­wünscht, nicht mehr gewollt waren, oder nicht so “funk­tio­niert” haben, wie es erwar­tet wur­de? Wir wis­sen es lei­der nicht. Aber wir wis­sen, dass sie mit uns Men­schen frü­her wenig oder gar kei­ne posi­ti­ven Erfah­run­gen gemacht haben. Stra­ßen­hun­de wer­den ver­jagt, miss­han­delt, ange­fah­ren und lie­gen gelas­sen, aber sel­ten als Lebe­we­sen geachtet.

Für sol­che Hun­de ist es manch­mal sehr schwer, die Nähe von Men­schen über­haupt aus­zu­hal­ten, denn sie erwar­ten eigent­lich nur, wie­der geschla­gen, getre­ten, weg­ge­jagt zu wer­den und ducken sich ängst­lich vor der Hand, die sie strei­cheln möch­te. Sie brau­chen Zeit, um posi­ti­ve Erfah­run­gen zu sam­meln und dar­aus Ver­trau­en auf­zu­bau­en und manch­mal gelingt das nur, wenn im neu­en zuhau­se bereits ein sou­ve­rä­ner, freund­li­cher Hund lebt und ihnen zeigt, wie sie gefahr­los mit uns Men­schen umge­hen kön­nen. Sie müs­sen ler­nen, dass nicht jedes unbe­kann­te Geräusch eine Bedro­hung bedeu­tet. Aber auch wenn sie lang­sam Fort­schrit­te machen, kön­nen sie durch irgend etwas ver­un­si­chert wer­den und das alte Angst­ver­hal­ten zeigen.

Wir sehen aber auch, dass die Hun­de lang­sam Fort­schrit­te machen, ganz lang­sam las­sen sie Nähe zu, begin­nen sich über Strei­chel­ein­hei­ten zu freu­en und die Nähe von Men­schen zu suchen.

Für die­se Hun­de suchen wir nun ein Für-immer-zuhau­se bei erfah­re­nen, gedul­di­gen und lie­be­vol­len Men­schen. Fami­li­en mit klei­nen Kin­dern funk­tio­nie­ren lei­der nicht, denn auch wenn unse­re Hun­de viel­leicht ger­ne mit den Kin­dern spie­len und toben möch­ten, ihre Angst vor leb­haf­ten Kin­dern ist ein­fach zu groß. Auch das Leben in einer Stadt wür­de sie über­for­dern, sie brau­chen eine ruhi­ge, eher länd­li­che Gegend, ger­ne einen sicher ein­ge­zäun­ten Gar­ten, den sie selb­stän­dig erkun­den kön­nen. Aber vor allem brau­chen die meis­ten von ihnen einen erfah­re­nen, freund­li­chen Hund an ihrer Sei­te der ihnen hilft, mit all dem Neu­en zurecht zu kommen.

Wenn Sie sich zutrau­en, einem unse­rer hier vor­ge­stell­ten Hun­de ins Leben zu hel­fen, dann freu­en wir uns auf Ihre Nach­richt. Unse­re Kon­takt­da­ten und Beschrei­bun­gen der Hun­de fin­den Sie unten in den Ver­mitt­lungs­an­zei­gen. Bit­te lesen Sie auch die Tage­bü­cher der Hun­de, die ihr bis­he­ri­ges Leben schil­dern - zumin­dest den Teil davon, den wir ken­nen. Übri­gens hat es Sel­va­g­gia mitt­ler­wei­le geschafft… es war ein lan­ger Weg, aber jetzt kann sie in ihr neu­es Zuhau­se umziehen 🙂

Eng­lish Poin­ter, geb. ca. 05/​2017, ca. 60 cm, Stand­ort: D, PLZ 04… Unse­ren schwar­ze Per­le Tizón haben wir aus einer 
Grif­fon bleu de Gas­co­gne (Mix?), geb. ca. 05/​2020, ca. 42 cm, Stand­ort: Spa­ni­en Die klei­ne Lali haben wir aus einer 
Misch­ling, geb. ca. 2014, ca. 60 cm, Stand­ort: D, PLZ 67… Per­so leb­te 5 Jah­re bei unse­ren spa­ni­schen Part­nern im 
Misch­ling, geb. ca. 11/​2017, ca. 55 cm, Stand­ort: Spa­ni­en Sombre und sei­ne Hun­de­freun­din Luaz leben seit eini­ger Zeit im Refugium 
Misch­ling, geb. 2016, ca. 65 cm, Stand­ort: Spa­ni­en Pan­da lebt seit April 2021 im Refu­gi­um unse­ren spa­ni­schen Kol­le­gen. Vor­her wurde 
Misch­ling, geb. ca. 11/​2017, ca. 55 cm, Stand­ort: Spa­ni­en Luaz und ihr Hun­de­freund Sombre leben seit eini­ger Zeit im Refugium