Brief aus Murcia 2014

Hallo Susanne,

vielen Dank für Deine Mail. Wenn ich es richtige verstanden habe, wird Kenya vielleicht auch reisen. Ich drücke ihr die Daumen….
Und ich drücke auch Camilo die Daumen und vielleicht Bimba (Cordula und Gaby sagten, sie hätten vielleicht eine Pflegestelle für sie….wir werden sehen).
Wegen dem Foto von uns will ich versuchen, ein Foto zu bekommen auf dem die Person drauf ist, die wirklich den Hunden hilft, die wir von den Perreras gerettet haben. Wir, das sind ich, Nieves, Fran, Natalia und manchmal Maite.
Der Ort, zu dem du gekommen bist um zu helfen, ist eine Pension, die wir durch verschiedene Personen und verschiedene Organisationen seit 2 Jahren bezahlt haben, aber am Anfang hatten wir keine Hunde dort, und Gaby und Hundepfoten halfen uns direkt die Hunde aus der Tötung zu holen.
Eine Zeit verging und und die Perera war so voll, dass wir sichere Plätze für die reservierten Hunde benötigten, und so entschieden wir uns, die Hunde in Pensionen zu bringen. Wir hatten Hunde in verschiedenen Pensionen in Murcia, aber letztendlich fanden wir dann diese große Pension und entschieden dann, alle zusammen zu legen mit den anderen Organisationen. So mieteten wir mit allen Leuten zusammen diese Pension.
Es ist nicht einfach mit all diesen Leuten in einem Verein zu sein, denn nicht alle von uns haben den selben Blickwinkel auf die Hunde und nicht alle helfen auf die selbe Art und Weise. Da gibt es Leute, die nur einmal im Monat kommen (wir kommen jeden Tag), da sind Leute, die ihre eigene Hilfe haben für ihre eigenen Hunde hier in Spanien oder in anderen Ländern (Deutschland, Frankreich, Schweden, Schweiz). Und das Wichtigste und Traurigste für uns ist, dass es Leute gibt, die einen Hund nicht retten, weil er vielleicht an dem Tag krank ist. Ganz oft bringen Sie den Hund nicht zum Tierarzt, trotzdem es sehr dringend ist. Sie schreiben nur in unserer Handygruppe: „Dem Hund …….z.B. Akuma geht es heute nicht gut. Bitte schaut mal nach ihm!“ Und Du kannst Dir vorstellen, wenn ich, Nieves oder Natalie das lesen, ist es egal, wo wir uns in dem Moment befinden, rennen wir sofort los, um Akuma so schnell wie möglich zum Tierarzt zu fahren. Manchmal sind wir sehr, sehr ärgerlich, aber wir denken, diese Dinge passieren, weil nicht alle Leute mit der selben Überzeugung und Tatkraft helfen. Nicht alle Leute lieben die Hunde, einige Leute mögen die Hunde nur. Vielleicht ist es schwer zu verstehen, aber wenn Du mehr Zeit hier verbringst, wirst Du verstehen, was ich zu erklären versuche. Viele von uns sind sehr, sehr müde.
Viele Jahre der Tierlebensrettung liegen hinter uns, und es ist sehr, sehr hart. Wir haben niemals Ferien, keinen Sonntag mit der Familie. Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, wie es war als Nieves vor nicht allzu langer Zeit ihren Vater verloren hat. Sie war sehr, sehr traurig und müde an all den Tagen, die sie sich im Krankenhaus um ihn gekümmert hat, und dann hat sie sich noch jeden Tag um die Hunde gekümmert, weil nicht alle Leute kommen wollten!
So hoffen wir wirklich, dass wir in absehbarer Zeit nicht mehr so viele Hunde hier haben werden und ein kleineres Asyl mieten können, damit wir nicht mehr von so vielen Leuten abhängig sind, die bezahlen oder sich um die Hunde kümmern.
Speziell Gaby und Hundepfoten helfen mir seit einigen Jahren, und ich arbeite immer mit meiner Freundin Nieves. Sie ist eine der besten Leute, die ich in der Tierrettung gefunden habe. Nieves hilft so viel. Dank ihr haben wir die Verbindungen bekommen, damit die Hunde reisen können. Ich denke wirklich, sie ist diejenige, die mehr tut als jeder andere. Sie fährt egal wohin mit den Hunden, egal um welche Uhrzeit, egal was es kostet….und immer mit einem Lächeln. Fran auch, ihm ist es auch egal wo er hin muss wegen den Hunden. Natalia hilft viel in der Perrera und in der Pension, explizit auf dem schönen Foto, das wir Dir geschickt haben. Maite hilft uns immer beim Baden der Hunde oder am Tag, wenn sie abreisen. Einmal die Woche kommt sie zum Saubermachen, und sie kauft sehr oft viele Dinge. Sie gibt viel Geld aus, um uns zu helfen und ist eine sehr nette Frau.
Nieves hat eine sehr kleine Organisation zusammen mit mir, Fran, Natalia und Maite gegründet. Sie st so klein, dass wir am Ende immer ganz allein waren. Aber wir wussten, es ist gut, eine Webseite zu entwickeln, auf der wir die Hunde zeigen, um mehr Hilfe zu bekommen. Am Ende hat Nieves das gemacht.
In der Vergangenheit hatte Nieves eine junge Frau in Deutschland in ihrer kleinen Organisation, die ihr manchmal mit einigen Hunden half, und diese Frau gestaltete eine Webseite für Deutschland, auf der Hunde vermittelt wurden. Aber mit der Zeit tat sie immer weniger und weniger, und jetzt weiß ich nicht, ob sie noch hilft oder nicht. Ich glaube, sie half ein oder zwei Hunden im Jahr, eine wirklich sehr geringe Hilfe. Die meisten geretteten Hunde haben wir euch mitgegeben, weil viele Hunde so lange, lange Zeit warteten ohne eine Nachricht von der anderen Frau.
Über unser Alter, wir sind zwischen 23 (Natalia), 31 (Nieves), 31 (Fran), 33 (ich) und 40 (Maite).
Das Wichtigste, was wir benötigen sind gute Zuhause für unsere Hunde, und ich weiß, dass das das Schwierigste ist. Denn wir brauchen auch Geld, weil wir mehr als 1500 € im Monat für die Pension und Futter bezahlen. Wir schulden unserem Tierarzt mehr als 10.000 €. Es ist eine Katastrophe. Die Berge von Futter, die Gaby bei jeder Reise geschickt hat, waren fantastisch. Wir können unsere Dankbarkeit nicht in Worte fassen. Speziell das Futter für Akuma (Nierenfutter, das ist so teuer und sie benötigt es doch jeden Tag!)

Alles was ihr tun könnt, um unseren Hunden zu helfen ist OK! Ich danke euch so sehr!

Fina Pérez
Asociación de animales Protectora Proyecto Dédalo

Brief aus Murcia 2014

Ein Gedanke zu „Brief aus Murcia 2014

  1. Hallo Fina, Nieves, Fran, Natalia und manchmal Maite :)))
    ich möchte mich recht herzlich bei Euch bedanken für die aufopferungsvolle Arbeit, die Ihr leistet und die man selbst nicht nachvollziehen kann, wenn man nicht vor Ort ist.
    Wenn ich das Bild von Euch mit Akuma betrachte – meiner *kleinen Knutschmurmel* ist es ein kleiner Dank für Eure Arbeit – zu wissen, dass es sich lohnt und ihr wieder einmal die Welt für einen Eurer Schützlinge zum Positiven verändert habt.
    Im Mai ist Akuma ein Jahr bei uns und sie freut sich einfach ihres Lebens. Versucht alles richtig zu machen und boykottiert alle Abnehm-Versuche auf ganz charmante Weise. Sei es das sie mal schnell ein Nutellaglas aufschraubt und uns fein säuberlich hinterlässt oder sich eine Flasche Wein mit Drehverschluss genehmigt. Sie ist da sehr erfinderisch und absolut verlässlich.
    Akuma ist einfach ein Sonnenschein und wir sind glücklich das sie gesundheitlich riesen Fortschritte macht. So sind ihre Nierenwerte bereits fast im normalen Bereich und wir geben ihr jetzt Purin armes Futter, um die Nieren weiter zu entlasten.
    Akuma geht es kurz gesagt rund um gut und ich wünsche Euch weiterhin viel Kraft, Ausdauer und vor allem viele Glücksmomente, als Dank für Eure Arbeit und verbleibe mit
    Aufrichtiger Bewunderung
    Manuela Grafe

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