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Lecce/Zürich–23.09.2009 Die
Internationale Tierschutzorganisation Tierärzte im Einsatz
untersucht ab heute in einem erneuten Einsatz in Apulien verschiedene
Hundeheime der Provinz Lecce, in denen unter erbärmlichen
hygienischen Bedingungen unkastrierte Hunde gehalten werden. Neben
der tierärztlichen Notversorgung kranker Tiere bieten die
Tierärzte im Einsatz elf ausgesuchten Gemeinden der
Provinz Lecce ein kostenloses Sterilisationsprogramm für die
nächsten Jahre an. Dieses Angebot ist ein Pilotprojekt, das den
Gemeinden eine Chance gibt, seit Jahren bestehende Gesetze endlich
einzuhalten.
„Tierheime
sind oft Hundesammelstellen ohne ausreichende tierärztliche
Grundversorgung, die Tiere sind weder mit Mikrochip gekennzeichnet,
noch kastriert – vor zwei Tagen kamen hier deshalb wieder 8 Welpen
in einer Betonbox des Lagers zur Welt. So produziert man tagtäglich
neues Hundeelend in Apulien“ stellt Stefan Weber, Leiter der
Tierärzte
im Einsatz vor
Ort in Kalimera, einer der elf Gemeinden fest.
Tierärzte
m Einsatz ist
Mitglied von CICTO.ORG, einer europaweiten Koalition von 50
europäischen Tierschutzorganisationen die in Apulien eine
Kampagne gegen die organisierte Massentierquälerei von
mindestens 70'000 Hunden führt. CICTO.ORG untersucht die
mafiösen Praktiken im Umgang mit Millionen von Steuergeldern für
den willkürlich produzierten „Streunerhund-Notstand“. 70'000
Hunde in den Tierlagern kosten den Staat 1000 Euro pro Hund, also 70
Millionen Euro. Anstelle flächendeckender Kastrationen und
konsequenter Registrierung privater Hundehaltungen wie es das Gesetz
vorsieht, eröffnen noch heute Gemeinden – wie beispielsweise
Caserano - neue Canile für Strassenhunde.
CICTO.ORG
erstattete bei der Staatsanwaltschaft in Lecce bereits im November
2008 eine Anzeige gegen eine ganze Reihe von Gemeinden, Tierheime und
Amtstierärzte. „Seit 18 Jahren gibt es das Tierschutzgesetz
281, seit 18 Jahren steigt die Summe der „für Hunde“
aufgewendeten staatlichen Gelder ungebremst. Das Resultat: Die Anzahl
herrenloser Hunde hat sich mindestens versechsfacht, mehr als 70
Millionen Euro versickern unkontrolliert im Sumpf und die Situation
auf den Strassen verschlimmert sich ständig“ fasst Frau Yvonne
Risch vom CICTO Vorstand in Liechtenstein zusammen. „ Das Tierleid
in privaten Hunde-Deponien, die Verbreitung von Zoonosen und die Zahl
der Hundebisse nimmt zu. Was tun die verantwortlichen 60 Veterinäre
der ASL Lecce, die 2008 zusammen mindestens 4'424'747 Euro verdient
haben gegen diese Missstände?“
Nach
Fernsehberichten in Deutschland und der Schweiz empören sich
immer mehr Menschen über die Hundehölle in Apulien.
Touristen schreiben an die verantwortlichen Stellen – eine laufende
Untersuchung über die Missstände im Gesundheitswesen ASL
bringt derzeit in Bari täglich neue Skandale ans Tageslicht.
Wann werden endlich die Millionenbeträge der Hundemafia
kontrolliert?
Mit
einer Verordnung hat das Gesundheits-Ministerium in Rom im Juli
dringende Massnahmen gegen die herrschende Tierheim-Praxis und die
institutionalisierte Tierquälerei angeordnet. Diese Verordnung
muss nun vollzogen werden. Neben der Gemeinde Kalimera sind Tricase,
Spongano, Melpignano, Poggiardo, Surano, Castro, Minervina, Uggiano
la Chiesa, Guiggianello und Nocilia in der Provinz Lecce für das
Pilotprojekt nominiert worden, die Gemeinden haben den
Projektvorschlag im August erhalten.
INFO
Tierärzte im Einsatz:
S. Weber, +41 79 405 68 20 /
info@stie.ch/
www.stie.ch/
www.cicto.org/
331 281 0550
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