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Hier eine allgemeine Erklärung für die Größe der Hunde aus dem Süden
Wir sind oft mit der Problematik konfrontiert, dass Interessenten bestimmte Vorstellungen, besonders die Größe betreffend, von ihrem zukünftigen Hund haben. Die Hunde aus den südlichen Ländern, wie z.B. Spanien und Italien, sind grundsätzlich kleiner, ausschlaggebend dafür ist unter anderem die höhere Temperatur in diesen Ländern – Hunde mittlere Größe verkraften höhere Temperaturen viel leichter, als große Hunde, die sehr schnell an Überhitzung leiden. Idealerweise hat ein aktiver Hund, z. B. ein Setter, ca. 20 – 25 kg und eine Größe von ca. 50 cm Schulterhöhe. Dies ist natürlich nicht vergleichbar mit in Deutschland, gezüchteten Hunden – Hier ist oft das Aussehen wichtiger, wie die Konstitution des Hundes. Ein weiterer Vorteil kleinerer Hunde ist, dass sie normalerweise nicht an Hüftdysplasie und anderen Erbkrankheiten des Bewegungsapparates leiden, wie das oft bei großen Hunden der Fall ist.
"Hunde geben überflüssige Körperwärme über die Körperoberfläche ab, ähnlich wie ein Radiator. Die außen an der Haut liegenden Adern und Venen werden erweitert. Auf diese Weise wir das zu warme Blut an die kühlere Oberfläche gebracht und die Wärme vom Körper abgestrahlt." (Ray und Lorna coppinger, Hunde, 2001)
"Wärmespeicherfähigkeit. Bei der Frage von Leben und Überleben geht es immer um Kompromisse. Große und eher rundliche Hunde können gar nicht verhindern, dass sie Körperwärme speichern. Große Hunde überstehen auch arktische Nächte leicht. Bei schwerer körperlicher Anstrengung entsteht aber so viel Körperwärme, dass sie gefährlich werden kann, wenn der Hund sie nicht rechzeitig abbauen kann. Schlittenhunde sind kleinere Hunde und können Körperwärme, die bei Marathondistanzen entsteht, leichter abstrahlen." (Nach Phillips et al., 1981 aus "Hunde", von Ray und Lorna Coppinger, 2001)
Die Abgabe und Speicherung von Wärme hängt mit dem Verhältnis Oberfläche zu Körpervolumen zusammen. Je größer das Körpervolumen, umso kleiner die Oberfläche. Im Norden gibt es die großen Hunde - kleine Oberfläche, großes Volumen, wie Neufundländer, die sehr gut Wärme speichern können aber sehr schwer Wärme abgeben können. Ideal zu Speicherung von Wärme ist die Form einer Kugel - deshalb rollen sich auch Katzen bei Kälte ein.
Natürlich kann ein großer Hund auch im Süden (über)leben, aber für Hunde, wie English Setter, die bei hohen Temperaturen große Leistungen bringen müssen (ausdauernde, weite Feldsuche), gibt es eine optimale Größe.
Literatur gibts in der Physik, Ökologie. Das Buch von den Coppingers ist übrigens auch sonst sehr empfehlenswert.
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