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Brief von Frida
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Am 08.02.2004 war es soweit! Nach drei Monaten Trauer um meine GM-Hündin hatte ich mich entschlossen eine Fellnase aus Mailand aufzunehmen. Nachdem ich mich für Missi beworben hatte, und diese bereits vorvermittelt war, entschied ich mich für eine der beiden Hundedamen, die am 07.02.2004 nach Deutschland kommen sollten. Das Bild der drei völlig "niedergeschlagenen" Setter ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Links auf dem Foto sitzt Stella, welche ein tolles Heim und auch seit kurzem eine kleine Mitbewohnerin gefunden hat. In der Mitte sitzt der arme Shaun, der immer noch in Böblingen auf ein Heim wartet, und das schon seit Anfang des Jahres! Rechts hinten steht meine Frida. Das Bild spiegelt die kleine Seele sehr gut wieder. Hauptsache nicht auffallen, und wenn es brennt schnell weglaufen....! Ich fand Frida sehr ruhig, aber völlig verstört (sie lies einfach alles über sich ergehen) in Ihrer Pflegestelle vor. Dort mußte man Sie separieren, da sie läufig und die Rüden aus der Pflegestelle nicht kastriert waren. Unsere 6 stündige Heimfahrt durch ein absolutes Schneechaos verbrachte Frida schlafend. Erst auf der heimischen Abfahrt erbrach sie ihr Mittagessen. Zu Hause angekommen mußte ich feststellen, dass Frida keine Treppen kannte und mit Panik auf Gitter und Rosten im Boden reagierte! Nach einer sofortigen Badewannenkur zeigte ich ihr das Kuschelkörbchen, wo sie sofort einschlief und sich nicht mehr regte. Noch in der Nacht legte sie sich vor mein Bett und schlief mit ihrer Schnauze in meiner Hand weiter. Wie man auf den folgenden Bildern sieht, liegt Frida nun sehr gerne auch auf dem Sofa und auf meinem Bett....
Es stellte sich heraus, dass Frida fürchterlich Angst vor Männer und Rauch hatte. Ich nahm Frida vom ersten Tag an mit zur Arbeit. Dort hat es tatsächlich ca. 6 Monate gadauert, bis sie sich alleine durch das Büro gewagt hat. Menschenscheu ist sie leider heute immer noch und Grillparty´s, sowie Männer mit Hut und Stock sind für sie die Hölle. Im Juli entschied ich mich nach schlaflosen Nächten für einen Zweithund. Nach anfänglichen Zögern sollte es Sheela aus Mailand werden. 5 Tage bevor es Richtung Deutschland ging, wurde im Tierheim eingebrochen und Sheela gestohlen und/oder freigelassen. Ich war unendlich traurig, da die Kleine bestimmt prima zu uns gepasst hätte. Eine Woche später kam Kiki aus der Vermittlung zurück zu Melanie Sebic in die Pflege.
Da ich mich vor Sheela bereits einmal nach Kiki erkundigt hatte und diese ebenfalls vermittelt war, freute mich der Anruf um so mehr. Es sollte also Kiki sein. Am 17.07.2004 fuhren Frida und ich Richtung Stuttgart um Kiki kennen zu lernen und sammelten Meike Hein in Wuppertal ein. Bei Familie Sebic angekommen, freute sich Kiki riesig über unseren Besuch. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie klein diese Maus aussah!!! Ganz dünn und wenig Fell....ein Mini -Setter!!! Frida verkroch sich in das Wohnzimmer auf´s Sofa und beobachtet zitternd das Getöse. Kiki interessierte sich hauptsächlich für ihr Spielzeug, bettelte um Streicheleinheiten und tobte um uns rum. Als es dann nach Hause gehen sollte, stiegen meine Mädels völlig problemlos zusammen in den Kofferraum und auf ging es. Die Heimfahrt erinnerte mich an Frida´s Ankunft, nur diesmal war es kein Schnee sondern 5,5 Stunden Dauer-Gewitter!!! Pudelnass und müde waren wir um 23:30 Uhr zu Hause. Schnell wurde mir mein neues `Problem` bewußt. Kiki (jetzt Flocki) machte nicht auf unserer letzten Tour in den Wald, sondern in mein Badezimmer. Ein Anruf bei Familie Sebic am nächsten Tag klärte die Sache auf. Flocki machte ihre Geschäfte nur im heimischen Garten, niemals nie unterwegs!!! Am ersten Bürotag ging in der Mittagspause nicht´s....bis um 16:15 Uhr der Haufen im Flur landete. (Der Chef hat es nicht gesehen...puuuuhh) Die ersten drei Wochen habe ich meine Mittagspause von einer Stunde auf 1,5 Stunden verlängert, um Flocki zu überreden, auch auf fremde Rasenstücke zu pinkeln..... Das gleiche Spiel morgens und abends; wir standen stundenlang im Park und nicht passierte. Zu Hause ging es sofort in den Garten und schwups....alles klar, tolle Wurst, das kostete Nerven!!!! Ich suchte immer schönere Ecken mit Zaun aus; redete völlig blöd auf den Hund ein, und siehe da, heute funktioniert das Gassigehen fast problemlos. Ihre Lieblingsecken hat Flocki immer noch, aber daran kann ich mich sehr gut gewöhnen.
(Frida hat Langeweile!!!) Es gibt zwei Körbchen in meinem Büro.....
Im August besuchten wir dann Stella und Ihre Familie in der Nähe von Göttingen! Flocki und Stella hatten sich gesucht und gefunden, es ging im Sauseschritt durch den Garten. Frida hatte mal wieder super viel Angst und taute nur langsam auf. Ich hatte gehofft, dass Frida ihre Zellengenossin aus Mailand erkennt und sich vielleicht ein wenig freut; die Freude war aber nur sehr verhalten. Wir hatten angenommen, dass Frida und Stella vielleicht zusammen aufgewachsen waren. Die große Wiedersehensfreude blieb leider aus. Dennoch hatten die drei viel Spaß an diesem Nachmittag!
Müde und erschöpft fuhren wir drei Mädels abends wieder nach Hause. Familie Usebach hatten wir warscheinlich auf den zweiten Hund gebracht....grins.... gut so!!!!!!!!!!!! Liebe Grüße auf diesem Weg an Stella, Face und Familie!! Abschließend wünsche ich allen Mit-Adoptiv-Eltern viel Erfolg und Glück mit ihren Fellnasen!! Lieben Dank auch noch einmal an alle Hundepfoten-Aktivisten und Corinna in Mailand! Eure Homepage ist ein Teil meiner täglichen Internet-Tour; ich leide mit all den armen Hunden, die auf eine Plegestelle oder ein Zuhause warten!
Liane mit Frida & Flocki
P.S.: Hallo Melanie! Flocki ist übrigens schon fast so groß wie Frida und die Befederung wächst nun endlich auch! Der kleinen Windhund-Immitation geht es nun wirklich gut!!!! Frida und Flocki sind die dicksten Freundinnen, es gibt überhaupt keinen Stress, alles wird geteilt (mehr oder weniger... Frida frißt einfach schneller.....)! Weglaufen kommt gar nicht in Frage; das Grundstück muß doch bewacht werden........ Aktuelle Foto´s schick ich euch zu Weihnachten als kleinen Gruß! Alles Liebe!!
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