Post von Luca (Rudolpho)

  

 

 

 

 

heute – nach knapp vier Wochen mit Luca - sind wir endlich dazu gekommen, unseren Burschen in seiner ganzen Schönheit abzulichten. Ich hoffe, die Bilder zeigen Ihnen, dass sich der kleine Mann bei meiner Mutter/bei uns richtig wohl fühlt. In der Wohnung ist er superschmusig und ruhig, dass (kurze) Alleinebleiben klappt mittlerweile auch schon ohne „Bell-Einlagen“. Luca hatte sich der Nachbarschaft bereits am zweiten Tag nach seinem Einzug mittels Aushang am schwarzen Brett „selbst vorgestellt“ und um Nachsicht und – ausdrücklich - auch um Rückmeldung bei Frauchen gebeten, wenn das Aleinebleiben mal nicht so gut klappt! Er ist sofort freudig und mit liebevoller Nachsicht in die Hausgemeinschaft aufgenommen worden. Die hatte aber auch schon seinen Vorgänger Yaco ins Herz geschlossen.

 

Draußen ist Luca ein sehr reger Hund, der mit Artgenossen beiderlei Geschlechts sowohl an der Leine als auch frei laufend prima auskommt; er interessiert sich allerdings nur kurz für seine Kolleginnen und Kollegen, dann ist die Natur mit all ihren Gerüchen wieder viel wichtiger. In begrenzten Gebieten kann man ihn schon gut ohne Leine laufen lassen, er kommt auch ohne Rufen immer mal wieder schauen, wo sein Mensch ist. Am Abrufen beim Auftauchen von Vögeln müssen wir noch arbeiten, zurzeit legt er ab und zu noch den Schalter auf Durchzug. Aber ein Jagdhund ist halt zum Jagen geboren und soweit er seine Bestimmung in überschaubarem Radius auslebt, ist das völlig okay!

 

Ich habe jetzt die Hundepfeife eingeführt, da er wohl nicht nur teilweise auf Durchzug stellt, sondern tatsächlich schwerhörig ist. Wir haben es zuhause in absoluter Stille mit Rufen und Pfeifen probiert, er reagiert oft erst bei größerer Lautstärke. Auch die Türklingel und das Hereinkommen von Besuch bemerkt er manchmal erst, wenn der Besuch neben ihm steht. Apropos Besuch: jeder wird freudig begrüßt, nach kurzem Umwedeln schmeißt sich Luca auf den Rücken, streckt alle Viere von sich und lässt sich genüsslich kraulen. Ein echter Genießer mit viel Nachholbedarf. Aber wir arbeiten auch hier tatkräftig daran, sein Defizit auszugleichen.

 

Was seine Gesundheit betrifft, so gibt es da das ein oder andere Problem, was ihn aber nicht sonderlich zu belasten scheint: die Ohren werden weiterhin behandelt, er juckt sich aber schon viel weniger als am Anfang. In Kürze werden wir sein völlig mit Zahnstein überzogenes Gebiß sanieren lassen; damit haben wir aber ganz bewusst gewartet, bis er sich eingelebt hat. Was uns Sorgen bereitet, ist sein linkes Hinterbein. Wenn er lange gelegen hat, humpelt er beim Gehen anfangs sehr stark, beim Stehen belastet er das Bein dann so gut wie gar nicht, stellt es sozusagen nur auf den Zehenspitzen auf. Beim langsamen normalen Gehen merkt man auch, dass er das Bein nicht richtig belastet, wenn er rennt, sieht man allerdings überhaupt nichts von einer Behinderung. Eine erste Untersuchung beim Tierarzt zeigte zwar beim Abtasten und Durchbewegen keine Schmerzempfindlichkeit, das Kniegelenk ist aber dicker und knackt ziemlich laut. Der Tierarzt tippt auf alten Kreuzbandriss mit möglicherweise Meniskusschaden. Im Moment geben wir ihm Metacam, geändert hat sich dadurch allerdings leider noch nichts.

 

Zurzeit ist der Tierarzt in Urlaub, ich werde mich danach noch einmal mit ihm beraten und vielleicht auch mal nach Duisburg in die Spezialklinik für Knochen- und Gelenkerkrankungen fahren und ihn dort untersuchen lassen. Ich hoffe sehr, dass Luca um eine OP herum kommt. Vielleicht kann man ihm mit Physiotherapie helfen. Ich habe mich schon erkundigt und auch eine entsprechende Praxis in Köln gefunden.

 

Wie es auch ausgeht, wir sind auf alle Fälle sehr glücklich mit unserem Kerlchen und hoffen, er ist es auch mit uns. Sieht aber ganz danach aus!

 

Wir möchten uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken, dass Sie uns ein Zusammenleben mit Luca ermöglicht haben und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg bei der Vermittlung.

 

Es grüßen ganz herzlich aus Köln

 

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