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Post von Leyla |
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Hallo liebes Hundepfoten in Not-Team und –Freunde!
Nachdem mein verletztes Ohr inzwischen wieder ganz verheilt ist, konnten meine Menschen endlich Fotos von mir machen, die ich Euch jetzt schicke. Inzwischen lebe ich fast drei Wochen in meiner neuen Familie und habe mich schon recht gut eingelebt. Die letzte Zeit war wirklich aufregend: zuerst wurde ich in einem kleinen Transporter mit anderen Hunden von Spanien nach Deutschland gebracht. Dann hat mich meine neue Familie zusammen mit der Blanquita in ein anderes Auto gepackt und wir sind nach Bayern gefahren, wo Blanquita zu ihrer Pflegefamilie gebracht wurde und ich alleine bei den neuen Menschen blieb. Zunächst war mir alles ein bisschen unheimlich und in einem Haus zu wohnen kam mir komisch vor, da war der Garten schon etwas vertrauter, wobei ich mich dort auch ziemlich gefürchtet habe. Deshalb habe ich mich auch erst mal flach auf den Boden gelegt und bin ein bisschen herum gekrochen. Aber schon bald ist mir klar geworden, dass mich hier niemand schlagen wird. Im Gegenteil: hier bekomme ich gutes Fressen, Leckerli, Spielsachen, einen eigenen Korb und vor allem viele Streicheleinheiten, das ist eigentlich das Wichtigste. Außer den Spaziergängen vielleicht, denn Bewegung kann ich als junger Pointer natürlich gar nicht genug bekommen. Deshalb finde ich es auch sehr ärgerlich, dass ich immer meine Menschen an einer Leine mitnehmen muss. Aber sie lassen mich einfach nicht frei laufen. Angeblich muss ich dazu erst in eine Hundeschule gehen und noch so manches lernen. Dabei würde ich mir die Gänse, Krähen und Hasen auf dem Feld doch so gerne mal aus der Nähe ansehen... Aber vielleicht klappt das ja doch bald, denn nächste Woche besuchen wir eine Hundelehrerin. Mal sehen, ob ich die mag, aber eigentlich komme ich mit allen Menschen gut zurecht. In meiner Nachbarschaft habe ich mir schon viele Freunde gemacht. Die Leute sagen dann immer, dass ich eine ganz Hübsche, Liebe bin und sie sich freuen, dass ich jetzt in ihrer Nähe wohne. Vor anderen Hunden habe ich mich am Anfang auch ganz doll gefürchtet, aber inzwischen habe ich festgestellt, dass die meisten ungefährlich sind und mit mir spielen wollen. Seitdem verdrehe ich den Rüden den Kopf... Nachdem ich gemerkt hatte, dass es hier keine Schläge gibt, habe ich mir so einiges einfallen lassen: Socken und Hausschuhe geklaut, Wasser aus der Blumenschale getrunken, Lieblingssocken zerbissen, Handtücher in den Garten gebracht, den Kater ein bisschen ums Haus gejagt... Ach ja, der Kater Fridolin, den gibt’s hier neben den Menschen auch noch. Das ist ein komischer Kerl, er will einfach nicht mit mir spielen. Da springe ich vor ihm auf und ab, wedle wie wild mit dem Schwanz und lege mich mit dem Oberkörper flach auf den Boden. Aber er versteht mich einfach nicht. Statt dessen will er bei meinen Menschen auf dem Schoß sitzen und gekrault werden, was mich manchmal schon ziemlich ärgert. Aber ich darf nicht nach ihm schnappen, das wurde mir gleich zu Beginn mitgeteilt. Den vielen Schnee hier finde ich übrigens ganz wunderbar. Ich stecke meinen ganzen Kopf hinein und wühle mich darin wie ein Maulwurf durch den Garten, was meine Menschen immer wieder zum Lachen bringt. Sie finden sowieso, dass ich ein richtiger Clown bin, vor allem wenn ich wie ein Pingpong-Ball auf und ab hüpfe oder auf den Hinterbeinen laufe. Wenn ich mal wieder geradewegs durch einen Rosenbusch hindurchgegangen bin und ein zerfetztes Ohr habe oder es sonstige Neuigkeiten gibt, melde ich mich wieder. Von meinen Menschen soll ich den Tierschützern in Spanien, die mich aus der Tötungsstation herausgeholt haben und Frau Lorenz, die sich so lieb um mein Schicksal gekümmert hat einen ganz herzlichen Dank ausrichten.
Es grüßt Euch Eure Leyla
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