Post von Scotty

  

 

 

Liebes HIN Team,

so, nun ist es fast ein Jahr her, dass wir unseren Iren Scotty bei Frau Grasshoff abgeholt haben. Wir haben es bis heute nicht bereut, ein Tier aus der Nothilfe geholt zu haben, auch wenn uns viele schlaue Hundekenner immer wieder davon abgeraten haben - weil man ja nicht weiß was in ihm steckt und was der schon erlebt hat und dann auch noch älter als ein Jahr usw. usw..... Aber allen Widerreden zum Trotz: Unser griechischer Ire oder irischer Grieche (das wissen wir leider nicht genau) hat sich bei uns problemlos eingelebt. Aus einem zurückhaltenden fast unterwürfigen Hund ist ein selbstbewusster aber keinesfalls dominanter Setter geworden. Täglich schenkt er uns sein Herz ein wenig mehr - man ist ja vornehm und zeigt seine Gefühle nicht so offensichtlich. Im Haus ist es ein super ruhiger Hund, man merkt überhaupt nicht, dass er da ist. Er hat auch anstandslos akzeptiert, dass weder Sofas noch Sessel noch das Obergeschoss unseres Hauses zu seinem Revier gehören. Einfach super.

 

Draußen ist Scotty ein ganz anderer Hund. Lebendig, lauffreudig und vor allem mit einer unsäglichen Leidenschaft zur Jagd ausgestattet. Da waren wir zunächst ganz schön überfordert. Und 4 Stunden Warten war bisweilen angesagt. Mit viel Training und sanfter Konsequenz bekommen wir das auch langsam in den Griff. Mit normalen Hundeschulen war da nichts zu erreichen. Der schlaue Ire weiß nämlich was eine Trainingseinheit ist und funktioniert wie ein Lämmchen, wenn man auf dem Platz ist oder mit mehreren Hunden übt. Dann stießen wir auf eine Jagdhundetrainerin/-ausbilderin/-psychologin. Auch hier hat er anfangs, sogar bei Einzelstunden im Wald gemerkt, dass trainiert wird, aber irgendwie konnten wir ihn dann doch aus der Reserve locken. Jetzt hat er alle 4 Wochen eine Trainingseinheit im freien Gelände (dazwischen wird natürlich eifrig geübt) und das zeigt nachhaltig Wirkung. Das Ziel soll ja sein, im Wald auch größere Spaziergänge ohne Leine zu machen und später uns bei Ausritten zu begleiten. Beides ist im Moment nur eingeschränkt ohne Leine möglich - es riecht einfach viel zu gut. Auch die kleinen Wehwehchen, die er mitgebracht hat (wie etwas erhöhter L-Titer und ein paar Darmviren) sind längst vergessen und im Griff, was die letzte Untersuchung bestätigte. Er ist ein Prachtkerl geworden und ist ein ganz großer Schmuser und, wenn man ihn lässt, auch ein kleiner Rabauke z.B. wenn er meint Enten jagen zu müssen, was er natürlich nicht tun sollte.

Wir wünschen uns, dass wir Scotty noch viele Jahre bei uns haben.

 
Herzliche Grüße
 
I. Reinwand