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Post von Bella Brief an unsere Corinna |
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Liebe Corinna,
ich will dir nun endlich mal schreiben, wie es Bella ergangen ist, seit sie hier bei uns in Berlin ist. Sie heißt jetzt Berta, wie du vielleicht weißt, und ist unser Sonnenschein. Ich erinnere mich noch ganz genau an den Moment, als ich sie zum ersten Mal gesehen habe. Sie kam per Mitfahrgelegenheit nach Berlin, und als sie da so aus dem Auto hopste, war für mich und meinen Freund sofort klar: Das ist unser Hund. Es ist auch wirklich nicht schwierig, sie gern zu haben! Berta hat sich ganz schnell an alles gewöhnt und versucht, alles richtig zu machen. Innerhalb von zwei Tagen war sie stubenrein. Na ja – fast. Nach vier Tagen hat sie in den Flur gepinkelt, und das war gut so. So habe ich nämlich gesehen, dass Blut im Urin war. Der Tierarzt stellte dann eine Blasenentzündung fest. Allerdings hat er dann noch einen Ultraschall bei ihr gemacht und einen großen Harnstein in der Blase entdeckt. Wir haben uns ganz schön erschreckt, als es hieß, dass der Stein so schnell wie möglich herausoperiert werden muss. Also musste die Ärmste schon sechs Tage, nachdem sie hier ankam, unters Messer. Das hätten wir ihr gern erspart, aber es ging nicht anders. Sie hat das Ganze fantastisch mitgemacht und alles brav ertragen. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sie im Tierheim geblieben wäre... Inzwischen hat sie wieder neue Steine (Struvitsteine) gebildet, aber da wir eine sehr gute Tierärztin haben, werden wir das in den Griff bekommen. Die Tierärztin sagte außerdem, sie solle wegen ihrer Wirbelsäule möglichst nicht springen, aber sag das mal Berta! Sie springt und tobt wie ein junger Hund. Und sie hat – neben dem Fressen – zwei große Leidenschaften: Rennen (sie ist eben ein Setter!) und Treppen hoch und runter laufen. Sie läuft ja wunderbar ohne Leine, aber wenn wir an einer Treppe vorbeikommen, dann muss Berta die hoch und runter rennen. Und von oben runter gucken, je höher die Treppe ist, desto besser. Wir haben hier einen Wald, von dem ein großer Teil nur für Hunde reserviert ist. Das ist wirklich toll, weil man Hunde ja normalerweise nicht im Wald ohne Leine laufen lassen darf. Aber hier im Grunewald ist es erlaubt. Wenn wir nicht im Wald sind, gehen wir aufs Feld. Dort gibt es weit und breit keine Straßen, aber jede Menge Platz zum Toben mit anderen Hunden. Das findet sie fast noch besser als den Wald, weil sie einfach wahnsinnig gerne über freie Flächen rennt. Und wenn Berta nicht tobt und rennt, dann liegt sie auf ihrem Sofa und streckt alle Viere von sich (so wie jetzt gerade). Wir sind wirklich glücklich mit bella Berta und soooo froh, dass wir sie haben. Ich glaube, sie ist auch glücklich hier. Sie strahlt die pure Lebensfreude aus, und trotzdem auch Ruhe. Sie ist zu allem und jedem freundlich, und alle lieben sie. Bei uns an der Ecke hat ein Italiener einen Feinkostladen. Jeden Morgen, wenn wir dort vorbeigehen, kommt er rausgelaufen und ruft :“Ah, Bella!“ und gibt ihr ein Leckerli. Ich danke dir (und allen anderen Beteiligten), dass du es uns ermöglicht hast, einem so tollen Hund ein schönes und warmes Zuhause zu geben, und wir hoffen, dass Berta noch viele Jahre so gesund und munter bleibt. Viele liebe Grüße von mir und einen dicken Hundekuss von Berta, Kerstin
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