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Leishmaniose
Leishmanien sind Parasiten, die sich von
einer Stichstelle aus zunächst unter der Haut und dann über das Blut in weitere
Organe verbreiten. Übertragen werden sie durch die
Sandfliege. Krankheitsanzeichen treten erst Wochen oder Monate nach der
Ansteckung auf. Dadurch entstehen oft Hautveränderungen, die lokal begrenzt vor
allem am Kopf auftreten aber auch den gesamten Körperbereich betreffen
können.Leishmanien sind Protozoen, die sich vor allem im retikuloendothelialen
System vermehren. L. donovani gilt als Erreger der viszeralen Leishmaniose,
während L. tropica für die Hautleishmaniose verantwortlich ist. Beide Arten
lassen sich morphologisch nicht unterscheiden. Das Vorkommen erstreckt sich auf
tropische und subtropische Gebiete einschließlich der Mittelmeerländer. Die
Erreger werden in den endemischen Gebieten durch Sandfliegen übertragen. Kutane
Schmierinfektionen mit Sekreten von Ulzera und Fisteln können unter Umständen
direkt, also ohne Zwischenwirt, auch beim Menschen zu Infektionen
führen.
Klinik: Latente
Formen können gerade im Anfangsstadium unbemerkt bleiben. In 90 % der Fälle
kommt es zu nicht juckenden Hautveränderungen mit Schuppen, Borken- und
Knötchenbildung, Alopezie und Depigmentierung im Bereich der Augen
(Brillenbildung), Ohrmuscheln, Lidrändern und Nasenrücken. Die Hautveränderungen
können auf Hals und Gliedmaßen übergehen. Zwischenzehengeschwüre und übermäßiges
Krallenwachstum als Folge von Entzündungen im Krallenbereich werden häufig
beobachtet. Lymphknotenschwellungen, Schmerzempfinden im Bauchbereich sind
weitere Symptome. Zeitweise wird Fieber und Anämie diagnostiziert. Die viszerale
Form, bei uns sehr selten, zeichnet sich durch eine eher unspezifische
Symptomatik aus. Beschrieben werden u.a. Gewichtsverlust bei erhaltenem Appetit,
Polyurie, Polydypsie und Erbrechen. Bei abnehmender physischer Aktivität kann es
zu Bewegungsstörungen kommen. Hautveränderungen fehlen oft völlig.
Diagnose: Der
direkte Erregernachweis erfolgt am günstigsten über die zytologische
Untersuchung eines Lymphknoten- oder eines Knochenmarkpunktats mit Hilfe einer
Giemsafärbung. In Hautbiopsien sind die Erreger weit seltener nachweisbar. Als
indirekter Nachweis dient der Antikörpertiter im Serum mittels indirekter
Immunfluoreszenz.
Prophylaxe: Auf
peinlichste Hygiene sollte geachtet werden, da eine direkte Ansteckung des
Hundehalters via Hautwunden möglich ist. Besondere Vorsicht ist bei Kindern und
immungeschwächten Personen geboten.Hunde, die mit Ihren Besitzern in betroffene
Gebiete verreisen, sollten in der Zeit zwischen 1 Std. vor Dämmerung und 1 Std.
nach Sonnenaufgang im Haus gehalten werden, um die Hauptflugzeit der Mücken zu
vermeiden. Speziell gegen Sandmücken gibt es ein Insektenschutzhalsband
(Scaliborhalsband).
Quelle:
www.laboklin.de
Interessanter
Beitrag zum Thema Leishmaniose
Tiere
suchen ein Zuhause im WDR vom 30. März 2003
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