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Ein Streifzug durch die Geschichte
Die genaue Entstehung der irischen Setter
ist im Laufe der
Jahrhunderte verschwommen. Es kann aber davon ausgegangen werden, das sie eine
der ältesten Vorstehhunderassen Europas sind. Sie wurden vor ca. 500 Jahren aus
den großen Landspaniels herausgebildet und es scheint es sehr wahrscheinlich,
dass Setter die ältesten britischen Hunde sind. Der Kynologe Hubbard hält
die
Irish Setter sogar für
die älteste reingezüchtete Setterart.
Außer dem Landspaniel war
auch der Irische Wasserspaniel mit an der Entstehung beteiligt. Daraus erklärt sich die große Passion für
das nasse Element. Die Spuren der Spaniels lassen sich in Irland viel weiter
zurück verfolgen, als in England. Es ist anzunehmen, dass irische und keltische
Eroberer die Spaniel mit nach England brachten. Also lange vor den
Kreuzrittern, die angeblich die Spaniel nach England brachten.
Bis heute werden in einigen
Gebieten Englands die Setter und auch die Pointer noch als 'smooth and rough
spaniel' bezeichnet.
Die Urform der Setter (von
setting dogs, setting spaniels) wurde für die Jagd mit Netzen verwendet. Diese
Jagdart nannte man tyrassieren. Anfangs wurden die Hunde durch Dressur, später
durch Zuchtauswahl, dazu gebracht, sich vor dem Wild niederzulegen. Über Hund
und Wild wurden Netze geworfen. Die Hunde mussten das Wild den Jägern
vorsichtig in die Netze zu drücken und durften es nicht aufscheuchen.
Arthur French gilt bei
Historikern als der Begründer der Rasse Irish Setter, die anfangs noch MODDER RHU (gälisch = der rote Hund) hieß.
Auf der grünen Insel Irland
wurde Der IRISH
SETTER von seinen Besitzern und Züchtern
streng behütet.
Bereits seit dem 18.Jahrhundert wurden die sie rein gezüchtet. An den anderen
englischen Vorstehhunden arbeitete man noch weiter durch Kreuzungen. Laut
Colonel Millner (1914) wurde Irish-Setter-Blut beim Gordon-Setter eingesetzt,
um die Rasse zu verbessern und ebenso, um die Farbe beim orange-belton Englisch
Setter zu intensivieren.
Einer der berühmtesten Züchter
von English Settern, Edward Laverack wollte eine seiner Hündinnen im Irish
Setter Zwinger von Miss Lidwell decken lassen. Dies wurde ihm verwehrt
und darüber sehr verärgert schrieb er in seinem Buch "The English
Setter", daß der Irish Setter keine reine Rasse ist.
Erst mit der Gründung des
englischen Kennel Clubs 1873 wurden die Rassen getrennt und nur noch rein
gezüchtet. Bis zu dieser Zeit jedoch wurden die Gordon Setter, English Setter
und Pointer noch frei gezüchtet und waren in Farbe und Aussehen nicht sehr
einheitlich.
Lange Zeit wurde der
Irisch- Setter ausschließlich zur Jagd verwendet. Sein edles Aussehen und sein
gutmütiger, ausgeglichener Charakter ließen ihn jedoch mit der Zeit auch in die
Welt der Familienhunde Einzug halten.
Hier ist der Irish Setter
bei richtiger Haltung ein stets munterer und treuer Gefährte. Vor Anschaffung
eines solchen wunderbaren Hundes sollte jedoch bedacht werden, dass es sich um
eine sehr lauffreudige Hunderasse handelt. Zwei Stunden Auslauf am Tag sollten
ihm gewährt werden, damit er seinen ganzen Charakter entfalten kann.
Bei richtiger, sinnvoller
Beschäftigung wird er seinen naturgemäßen Jagdtrieb auf andere Dinge lenken und
seinen Besitzern bis ins hohe Alter sehr viel Freude bereiten.
© Doris Frick für Hundepfoten in Not

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